Informationen für Eltern

Immer wieder treten Eltern mit der Frage an uns heran, ob die Sprachentwicklung ihrer Kinder altersgerecht verläuft. Wenn auch Sie sich mit dieser Frage beschäftigen, finden Sie hier eine Übersicht über die Phasen der Sprachentwicklung, wobei von Kind zu Kind natürliche Abweichungen vorkommen.

Grobe Richtwerte

Am Ende des ersten Lebensjahres (12 M.) sollte das Kind in der Lage sein
Am Ende des zweiten Lebensjahres (24 M.) sollte das Kind in der Lage sein
Am Ende des dritten Lebensjahres (36 M.) sollte das Kind in der Lage sein
Am Ende des vierten Lebensjahres (48 M.) sollte das Kind in der Lage sein
Am Ende des fünften Lebensjahres (60 M.) sollte das Kind in der Lage sein
Am Ende des ersten Lebensjahres (12 M.) sollte das Kind in der Lage sein
  • den Mund überwiegend geschlossen zu halten
  • seinen Speichel herunter zu schlucken
  • den Löffel mit Zunge und Lippen abzulecken
  • Doppelsilben zu plappern, z.B. nana dada baba
  • 3-10 Worte zu sprechen, z.B. wauwau, mama etc.
  • Aufforderungen wie “komm her, gib her, wo ist der Papa” zu verstehen
Am Ende des zweiten Lebensjahres (24 M.) sollte das Kind in der Lage sein
  • feste Nahrung zu kauen
  • Tierlaute nachzuahmen
  • Wörter mit Konsonanten wie m,b,p,d,f,l,n,t,w zu sprechen
  • einige Bezugspersonen mit Namen anzusprechen
  • Zwei-Wort-Sätze zu benutzen
  • einige Eigenschaftswörter zu verwenden, z.B. schön, lieb, heiß, weich
  • Wünsche sprachlich zu äußern
  • ca. 50 Wörter zu sprechen (auch Kindersprache wie “ham-ham” und “heia” gilt)
Am Ende des dritten Lebensjahres (36 M.) sollte das Kind in der Lage sein
  • die ersten Fragen zu stellen
  • Fürwörter, wie “mein” und “dein”, “ich” und “du” zu benutzen
  • Tätigkeitswörter zu benutzen, z.B. schlafen, essen, trinken, laufen
  • Mehr-Wort-Sätze zu benutzen, die jedoch vom Satzbau noch fehlerhaft sein dürfen
  • zu erkennen, was im Bilderbuch geschieht und dieses zu benennen, z.B. das Kind läuft, die Katze trinkt, das Auto fährt
Am Ende des vierten Lebensjahres (48 M.) sollte das Kind in der Lage sein
  • eine Vergangenheitsform manchmal richtig einzusetzen, z.B. “ich war im Kindergarten”, “ich habe gemalt”, “ich bin nach Hause gekommen”
  • ab und zu Hauptsätze mit Nebensätzen zu verbinden
  • die Mehrzahl richtig zu bilden, z.B. “Autos”, “Bälle”
  • ein Erlebnis so zu berichten, dass man der Erzählung folgen kann
  • schwierig zu sprechende Konsonanten, wie “r” richtig auszusprechen
Am Ende des fünften Lebensjahres (60 M.) sollte das Kind in der Lage sein
  • alle Laute und Lautverbindungen richtig zu bilden
  • grammatikalisch richtig zu sprechen (Haupt- und Nebensätze zu benutzen)
  • Sätze, mit Ausnahme geringer Regelverstöße, richtig zu bilden
  • drei Aufträge in richtiger Reihenfolge auszuführen
  • Sachverhalte zu verstehen, die es nicht unmittelbar sieht, z.B. “was musst du tun, wenn du etwas verloren hast?”
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